Inhalt der Website: Schweizer Traditioneller Karateverband: Traditionelles Karate, als ursprüngliches Karate, wurde in Japan als sogenannte Kunst der Selbstverteidigung bzw. auch als Kampf- und Kriegskunst (Budo) entwickelt. Es basiert auf einer waffenlosen Kampfkunst, die sich seit tausenden von Jahren weiterentwickelt hat.
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Bei den meisten Wettkampfsportarten, definieren die Wettkampfregeln an sich den Sport. Die traditionelle "Kriegerische Kunst" hat eine lange Geschichte in Form des Wettkampfes bekannt als "Shi-ai" ("den anderen testen"), was vorrangig dazu diente, sich gegenseitig in seinem täglichen Lernprozess zu testen, und sich auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten, weniger jedoch dem puren Gewinnen.
Heute haben Kampfkunstsportarten extrem an einheimischer und internationaler Popularität gewonnen. In der Konsequenz gestalten die Wettkampfregeln sich selbst bedeutend, um die Prinzipien des Sports zu bestimmen.
Wie auch immer, wenn die Wettkampfregeln nicht die Grundsubstanz einer alten traditionellen "kriegerischen Kunst" wiederspiegeln, wäre das ein fundamental komplett anderer Sport.
Demnach müssen sich die Wettkampfregeln, die technischen Prinzipien und die Philosophie der Disziplin einverleiben, um die Grundsubstanz einer kriegerischen Kunst zu bewahren. Wettkampfregeln müssen ausserdem die Sicherheit der Athleten gewähren, menschliche Fehler reduzieren (Aufgabe der Kampfrichter) und die öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung auf das richten, was "traditionelles Karate" wirklich darstellt, sowohl für den Einzelnen, als auch für die Gemeinschaft.

Wettkampfregeln in diesem Sinne zu erstellen, stellt eine grosse Herausforderung dar, die nur in Zusammenarbeit von technischen Experten der Traditional Karate Federation (ITKF), Ausbildern und Athleten aus aller Welt zu bewältigen ist. Durch fortlaufende Verfeinerung haben wir verbesserte Regeln geschaffen, welche die Grundsubstanz des "Traditionellen Karate" als eine traditionelle "kriegerischen Kunst" enthalten. Als Resultat schaffen diese Regeln auch Orientierung für kommende Generationen von Athleten des "Traditionellen Karate". Ich erwarte von allen Karate-Athleten, dass sie die obersten Ideale des "Traditionellen Karate" durch Anwendung dieser Regeln im Wettkampf erhalten und bewahren.
im Juli 1995, Hidetaka Nishiyama, Präsident, ITKF